Ökumenischer Gottesdienst am 09. November

Erstellt am 21.11.2019

Ungeteilt leben – Fair Teilen!

November! Der graue Monat! Viele Menschen denken in diesen Tagen an ihre Verstorbenen. Sie denken an vergangene Sommertage, Andere wieder denken an dunkle Stunden und Einsamkeit.
Für manche Menschen in Deutschland ist auch die Nacht vom 8. auf den 9. November 1938 immer wieder gegenwärtig.
Der Mauerfall 1989 aber ist für ganz viele auch nach 30 Jahren gut im Gedächtnis. Der 9. November ein gewichtiges Datum!

Aus diesem Grund fand am 9. November 2019 um 18:30 Uhr der zweite ökumenische Festgottesdienst in der Norbertuskirche statt. In diesem Gottesdienst sind evangelische und katholische Christen wieder ein großes Stück zusammengewachsen. Viele waren gekommen, um diesen besonderen Abend mitzuerleben.

An langen, festlich gedeckten Tischreihen, die sich durch das Hauptschiff der Kirche zogen, nahm die Gemeinde Platz, um der Predigt von Pater Werner ( Abtei Königsmünster, Meschede) und Pfarrer Wolfram Sievert ( Evangelische Kirchengemeinde Arnsberg) zuzuhören. Beide Konfessionen, in Pater Werner und Pfr. Wolfram Sievert vereint, vor dem Altar zu sehen, war schon ein Erlebnis.

Erste Morgenröte am Horizont!

Der Gottesdienst wurde gekrönt von dem Agape (Mahl).

Die Agape, auch als Liebesmahl bezeichnet, ist eine liturgisch geprägte Mahlzeit, die im Christentum bis in frühe Zeiten zurückreicht. (Quelle: Wikipedia)

Nach dem Mahl, das aus frischem Fladenbrot und Traubensaft bestand, wurde der Tisch mit dem Abendbrot der Gemeinde gedeckt. Eigens hatten viele Gemeindemitglieder Speisen mitgebracht, die untereinander fair geteilt wurden. Es reichte für alle.

Genau wie es in den Lesungen, Apg 2,42-47, und in Markus 6, „Die Speisung der 5000“, steht. In dem Dialog von Pater Werner und Pfarrer Wolfram Sievert wurden diese beiden Bibelstellen noch einmal aufgegriffen.

Pater Werner fragte: „War es ein Wunder? Oder haben alle 5000 Menschen ihre wenigen Vorräte miteinander geteilt samt der 5 Brote und den 2 Fischen? Schon in der ersten Lesung wurde ja klar, dass die Apostel viel für die Bedürftigen getan haben. Sie waren damals von Jesus inspiriert, denen zu geben, die wenig hatten.

Nach dem Abendessen und vielen anregenden Gesprächen, klang dieser schöne Abend mit dem Segen, gesprochen von Pater Werner und Pfarrer Wolfram Sievert aus. Die Gemeindemitglieder waren sich einig, dass ein ökumenischer Gottesdienst regelmäßig stattfinden sollte.

Die Kollekte dieses nicht alltäglichen Gottesdienstes am Samstag war ausschließlich für die Stationen des Fair-Teilers vorgesehen.

Der erste „Fairteiler“ in Arnsberg ist das „Café Inka“ der Diakonie Ruhr - Hellweg auf der Ruhrstraße, bei dem sich die Menschen kostenlos bedienen dürfen. Bei dem Projekt geht es um Lebensmittelrettung. Wer etwas über hat, kann es im Café Inka anderen zur Verfügung stellen. Im Moment sind die Regale und der Kühlschrank immer schnell leer! Will heißen: Das Projekt ist gut angelaufen. Deshalb waren die bereitgestellten Behälter in der Norbertuskirche  nach dem Gottesdienst am Samstagabend gut gefüllt!

Allen Organisatoren, die zu diesem gelungenen ökumenischen Festgottesdienst beigetragen haben, ein großes Dankeschön!

 

Text und Bilder I. Fürstenberg