Ökumene in Arnsberg

Erstellt am 17.06.2020

Text und Bilder I. Fürstenberg

Der 3. Ökumenische Gottesdienst in Arnsberg, war wirklich wieder ein gelungenes Event!

Unter der Überschrift „…schaut hin“, fanden sich am Sonntag den 7.6.2020 ca. 100-130 Gemeindemitglieder, von den verschiedenen Konfessionen in der Promenade ein. Vor der Schützenhalle war nämlich alles für einen Open-Air Gottesdienst vorbereitet. Unter den zurzeit sehr strengen Hygieneauflagen kamen die Gottesdienstbesucher zuerst zögerlich. Denn jeder musste sich in eine Anwesenheitsliste eintragen, Sitzgelegenheiten gab es auch nur wenige. Bänke waren ja nicht erlaubt und so hatten wir nur 32 Stühle, die dankenswerterweise von der 4. Kompanie der Bürgerschützen zur Verfügung gestellt wurden. Wer wollte konnte sich seinen Stuhl oder eine Decke etc. selber mitbringen. Das hatten die Meisten auch gemacht und in gebührendem Abstand verteilte man sich auf der großen Wiese vor den Toren der Schützenhalle. Als um 11:00 Uhr die Glocken der Propsteikirche läuteten, war der Platz vor der Halle gut mit Gemeindemitgliedern gefüllt und auch eine geraume Zahl von Zaungästen hatte sich hinter der Absperrung eingefunden! Wer sich im Abstand von 1,5 m, zu seinem Nebenmann befand, durfte den Mundschutz abnehmen, das war eine echte Erleichterung!

Nach der Begrüßung von Pater Werner Vullhorst aus Königsmünster in Meschede und Ingrid Fürstenberg (Presbyteriumsmitglied aus Arnsberg), stimmten die Sängerinnen von der Jugendband „No Limiz“ unter der Leitung von Pfarrer Wolfram Sievert das erste Lied an. Zusammen mit der Gitarre von Pfarrer Sievert, und den Stimmen der Gemeinde verzogen sich die dunklen Regenwolken schnell und die Sonne begleitete den weiteren Gottesdienst.

Die Schriftlesung aus dem Markusevangelium, Mk. 6,30-44 ,wurde von Pater Werner vorgetragen! Denn das Leitwort des 3.Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt lautet: Schaut hin Mk.6,38

Er aber sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Geht hin und seht! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf und zwei Fische.

Nach dem nächsten Lied, passte auch das kleine Anspiel von der Lieblosigkeit und der Unzufriedenheit  der Menschen untereinander. Aber auch dort siegten die Nachsicht und die Nächstenliebe.

Die Predigt, gehalten von Pfarrer Johannes Böhnke, bezog sich auf die vorher gehörte Schriftlesung Mk.6,33-44!

Auszug aus der Predigt:

Und schließlich bleiben zwölf Körbe übrig. Was für ein Überfluss. Und die Jünger dachten, dass es nicht reicht. So wie wir denken, dass es nicht reicht. Aber es wird reichen. Die fünf Brote und die zwei Fische waren genug, damals. Genauso wie wir heute genug sind. Denn das was wir haben, ist mehr als genug. Wir haben nämlich im Überfluss!

Was denn?

Wir haben im Überfluss von Gottes Gnade. Und darum sind wir mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Lasst Euch mal sagen, was der Verfasser des 1. Petrusbriefes über Euch schreibt: „Ihr seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk.“ Und lasst Euch auf der Zunge zergehen, nehmt Euch zu Herzen, was hier über Euch gesagt wird. Und traut Euch, auf das zu sehen, was Euch verheißen ist, traut Euch auf das zu sehen, was in unseren Gemeinden an Potentialen schlummert. Wir haben genug, um die Menschen satt zu machen. Darum ist das Glas voll und übervoll. Seht auf das, was Ihr habt, was jeder und jede von uns an wunderbaren Fähigkeiten und Begabungen hat, - um es dann Jesus anzuvertrauen.

Die fünf Brote und zwei Fische reichen. So wie wir reichen, so wie unsere Gemeinden reichen, - wenn wir uns Gott anvertrauen, wenn wir im Vertrauen auf ihn auf die Menschen zugehen: mit dem, was wir sind und wer wir sind. Denn wir sind getauft, begnadet, reich beschenkt, zu Zeuginnen und Zeugen berufen, ein auserwähltes Geschlecht und königliches Priestertum.

Nach der Predigt übergab Pfr. Johannes Böhnke das Wort an Grace Konal (Gemeindereferentin, Seelsorgerin im Marienhospital) Frau Konal erinnerte mit herzlichen Worten an das Sakrament der Taufe! Mit der Taufe treten wir in die Familie Gottes ein und werden so Teil einer großen  Gemeinschaft!

Der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt bezieht sich genau auch auf diese große  Gemeinschaft! Schaut hin, lebt im Glauben und feiert mit vielen Christen in Frankfurt ein Fest des Glaubens vom12.5.-16.5. 2020!

Nach der Tauferinnerung von Grace Konal, sprach Pater Werner der Gemeinde den Segen zu und der Gottesdienst wurde mit dem Lied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ beendet.

Zusammen singen, zusammen beten unter freiem Himmel, beide Konfessionen friedlich vereint.

Die Zukunft wird es bringen! Wir sind auf dem richtigen Weg!

Vielen Dank an alle Beteiligten, die diesen Gottesdienstes erst möglich gemacht haben!

Wer fragen zum Ökumenischen Kirchentag hat, kann sich gerne an Pfarrer Wolfram Sievert wenden.