Unser Erntedankgottesdienst!

Erstellt am 14.10.2021

Leider hatte es Petrus in diesem Jahr mit dem Wetter am Erntedankfest nicht so gut gemeint. Die Wetterprognose war leider so schlecht, dass der Gottesdienst nicht Open-Air stattfinden konnte. Die Gemeinde traf sich dann eben kurzerhand im neuen Gemeindezentrum Auferstehungskirche.

Traditionell werden am Erntedanksonntag die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden vorgestellt. Nachdem Pfarrerin Claudia Schäfer die Gemeinde begrüßt hatte, stellten sich die ca. 20 Jugendlichen vor. Sie möchten im nächsten Jahr wieder JA zu Gott und ihrem evangelischen Glauben sagen. In Gruppen präsentierten sie das Thema des Sonntags. Es lautete: Säen und ernten!

Mk 4,3-8: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Und es geschah beim Säen: das eine fiel auf den Weg, und es kamen die Vögel und fraßen es.  Und anderes fiel auf den Felsen, wo nicht viel Erde war, und sogleich ging es auf, weil die Erde keine Tiefe hatte. Und als die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzel hatte, vertrocknete es. Und anderes fiel in die Dornen, und die Dornen stiegen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. Und anderes fiel auf die gute Erde und gab Frucht, aufsteigend und wachsend und trug eines dreißig, eines sechzig, eines hundert.

Die Konfis hatten sich mit diesem Gleichnis aus der Bibel sehr intensiv beschäftigt und es auf Plakaten für unsere heutige Zeit erklärt. Da gab es ein Plakat, dass die Probleme der Jugendlichen aufzeigte. Sie verglichen es mit steinigem Boden! Das zweite sagte etwas zu unserer Agrarpolitik, aber auch von Klimawandel und nicht zuletzt von den Hungersnöten in der Welt. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden verglichen es mit einem Trampelpfad durch einen Acker. Der Pfad lässt keine Saat aufgehen. Sie wiesen auf einem Plakat auf verschiedene Möglichkeiten der Hilfe für die armen Länder hin. Es war ein gelungenes Projekt. Auch die anschließende Predigt von Pfarrerin Claudia Schäfer beschäftigte sich mit dem Evangelium nach Mk. 4,3-8.

Auszug aus der Predigt: Gesät wird überall. Auf dem Weg, unter Dornen, auf Felsen. Das meiste geht auf. Ein guter Anfang! Aber was dann? Keimen, so sagt dieses Gleichnis, ist zu wenig! Ein paar Sorgen, ein wenig Hitze und alles ist vorbei. So können Sie heute Morgen hier sein als jemand, der vielleicht vor ein paar Tagen oder Monaten einen guten Anfang gemacht hat – und was dann? Oder wir haben mit einem tollen Fest – soweit das jetzt unter den Coronaschutzbestimmungen möglich war – unser neues Gemeindezentrum Auferstehungskirche eröffnet. Viele positive Reaktionen, viel Lob in den Grußworten, also ein guter Start – und dann? Wie wunderbar wäre es, wenn alle, die einmal einen guten Anfang gemacht haben, auf dem Weg zum Ziel bleiben würden oder endlich wieder darauf zurückkehrten. Denn was kann es schöneres geben, als irgendwann zu spüren und zu hören: Dein Leben hat Frucht gebracht. Viel Frucht. Soviel Frucht, dass Gott sich darüber freut. Gott segne Sie mit dieser Perspektive.

Nachdem das letzte Lied verklungen war, erteilte Pfarrerin Schäfer der Gemeinde den Segen und der Erntedankgottesdienst war für dieses Jahr beendet.