Brot für die Welt gegen Kinderarbeit

Erstellt am 12.10.2021

Arbeit ist nicht gleich Arbeit. So verdienen Millionen Kinder weltweit Geld, ohne sich zu schaden, indem sie etwa Zeitungen austragen. Doch doppelt so viele leisten verbotene Kinderarbeit. Ihre Tätigkeiten halten sie vom Schulbesuch ab, sind erzwungen oder sogar lebensgefährlich.

Damit Armut und Kinderarbeit bald ein Ende finden, engagiert sich Brot für die Welt in all diesen Bereichen. So beteiligen wir uns an der gezielten Lobbyarbeit von Nichtregierungsorganisationen und Kirchen, um internationale Abkommen zu stärken und deren Umsetzung einzufordern. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz in unserer Projektarbeit und berücksichtigen die Bedürfnisse von Kindern und deren Familien in besonderer Weise. Neben konkreten Projekten gegen Kinderarbeit unterstützen wir Familien dabei, ihre Ernährung und ihre Lebensgrundlagen zu sichern und so einen Weg aus der Armut zu finden. Außerdem nehmen wir Einfluss auf die Bildungssysteme armer Länder und schaffen besseren Zugang zu Bildung, gerade für die Ärmsten.

(Auszug aus der Internetseite von "Brot für die Welt")

...auch ein Team aus Arnsberg, unter der Leitung von Pfarrerin Margot Bell, Ehrenamtskoordinatorin für Brot für die Welt in der Region und Adelheid Treeck, Botschafterin für Brot für die Welt in unserer Kirchengemeinde, hatten sich am Samstag, den 2.10.2021 auf die Fahne geschrieben Aufmerksam zu machen.

Aufmerksam auf das Elend der Kinder in den Ländern der „Dritten Welt“!

An einem Stand in Arnsberg sollte das Elend der Kinderarbeit in den verschiedenen Ländern, den Menschen in unserer Wohlstands- und Bildungsgesellschaft einmal mehr nahegebracht werden. Das Organisationsteam beantwortete Fragen und klärte immer wieder darüber auf, unter welchen Bedingungen Kinder leben müssen.

Kinder müssen in Steinbrüchen arbeiten, sie arbeiten in Mienen, auf Müllhalden und in der Textilherstellung. Sie hüten die Viehherden und sind in Drückerkolonnen unterwegs. Zur Schule gehen die arbeitenden Kinder nicht. Der Kreislauf steht schon mit der Geburt fest. Arbeiten, um die Familie zu unterstützen, keinerlei Bildung und immer von der Hand in den Mund leben, das ist das Schicksal von ca. 150 000 Kindern. Der Lohn für unqualifizierte Arbeiter ist sehr gering. Viele dieser Kinder geraten auf die kriminelle Bahn. Oft bestimmen Drogen und Alkohol schon in frühester Jugend den Tagesablauf.

 „Brot für die Welt“ rief natürlich auch dieses Mal zu Spenden auf und es gab fair gehandelte Waren zu kaufen. Allen Spendern, Käufern und Interessierten ein herzliches Dankeschön! Der Dank gilt natürlich auch dem Team, das dies alles möglich gemacht hat. Nächster Verkauf von fair gehandelten Waren: 17.10.2021 während des ersten Kirchcafés nach dem Gottesdienst im Saal des Gemeindezentrums Auferstehungskirche. Alle sind herzlich eingeladen!


Text und Bilder: Ingrid Fürstenberg