Weltgebetstag der Frauen 2020 in Arnsberg

Erstellt am 10.03.2020

Text und Bilder: I. Fürstenberg

In diesem Jahr, war die ökumenische Frauengemeinde aus Arnsberg zur Feier des WGT in die St. Stephanuskirche in Niedereimer eingeladen! Ein Komitee aus Simbabwe, hatte in diesem Jahr die Gottesdienstordnung zusammengestellt.

Seit 2000 befindet sich das Land in einer Wirtschaftskrise. Nahrungsmittel verteuern sich, Devisen fehlten für den Import und die Inflation stieg ins unermessliche. Es begann bis heute eine massive Abwanderung der Bevölkerung. Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau.Dennoch dominieren auf dem Land noch immer die Polygamie, Zwangsverheiratung und vielfältige Diskriminierung der Frauen.

Auszug aus dem Gottesdienstprogramm:

Die Überschrift des Gottesdienstes lautete in diesem Jahr:

Steh auf und geh!

Viele Frauen aus der Gemeinde waren deshalb am Freitag, dem 6.März in die St. Stephnuskirche gekommen, um sich mit den Frauen und Mädchen aus Simbabwe zu solidarisieren.

Die Begrüßung fand in den zwei landesüblichen Sprachen aus Simbabwe, englisch und deutsch statt. Auch wurden einige Lieder, im Gottesdienst, in verschiedenen Sprachen gesungen.

 

Nach der Bitte um Vergebung, wurden drei Briefe (geschrieben von Frauen aus Simbabwe) vorgelesen. Die Briefe sprachen von Gesetzen gegen Gewalt an Frauen, sie erzählten aber gleichzeitig von häuslicher Gewalt, von Zwangsverheiratungen und Diskriminierung.

Sie sprachen von Abwanderungen der jungen Bevölkerung aus Simbabwe, aufgrund der dort herrschenden Arbeitslosigkeit. Diese Briefe erzählten aber auch von der Stärke und dem Willen der immer noch unterdrückten Frauen, ihr Land im Süden Afrikas zu stärken. Sie möchten die Gewalt gegen Frauen und Kinder in positive Traditionen und Gebräuche verändern.

Simbabwe benötigt mehr Schulen damit Frauen und Kinder aus ihrem Bildungsmanko endlich herausfinden und längst überholten Traditionen entgegentreten können.

Aus dem Repertoire der Lieder in der Gottesdienstordnung, folgte das Lied „Tu, was Jesus sagt, steh auf, mach dich auf den Weg!“

Das Evangelium wurde aus Joh.5, Vers 2-9 gelesen. Die Heilungsgeschichte am Teich Bethesda.

Danach kamen folgende Fragen auf:

1. Wo in deinem Leben oder deinem Umfeld, wäre die Frage Jesu notwendig „Willst du gesund werden?“

2. Welche Hindernisse oder Bedenken stehen einer Veränderung bei dir im Weg?

3. Was könnten die Worte „Steh auf, nimm deine Matte und geh“ bedeuten?

Nach kurzer Stille erklang ein weiteres Lied.

 

Die Fürbitten wurden eingeleitet durch die Worte:

Wir verbinden uns mit allen Provinzen in Simbabwe und überall auf der Welt, um Gott zu danken. Last uns weitergehen auf dem Weg der bedingungslosen liebe Jesu!

 

Die Kollekte ging in diesem Jahr an die Projektarbeit für Frauen und Mädchen in Simbabwe  und weltweit. Sie betrug in der Stephanuskirche in Niedereimer 634,50 Euro.

Den Spendern sei Dank.

Nach dem gelungenen Gottesdienst nahmen die Frauen die Gelegenheit war, sich bei zum Teil landesüblichen Speisen zu stärken.

Langsam klang der Nachmittag aus und man war sich sicher, dass für die Frauen und Kinder auf der ganzen Welt noch viel getan werden kann und muss!

 

Schulden umwandeln in Gesundheit!

So lautete ein kurzes Referat von einem Mitglied von Amnestie International.

Simbabwe ist weltweit eines der Länder mit den höchsten Schulden.

Allein gegenüber Deutschland hat Simbabwe 730 Mill. Euro Schulden.

Das Ziel der Frauenstiftung  E N V I S I O N  Simbabwe ist, das Deutschland einen Teil der Schulden erlässt und das dieses Geld in das Gesundheitswesen Simbabwes fließt. Dafür wurden auch am Weltgebetstag der Frauen in der Stephanuskirche Unterschriftenlisten ausgelegt. Die Unterschriften sollen eines aufzeigen!

Menschen benötigen Nahrung, sauberes Trinkwasser und ein modernes, gesichertes Gesundheitssystem!

Simbabwe: Frauenrechte zwischen Tradition und Moderne

Envision Zimabwbe Women’s Trust unterstützt Frauen bei der Umsetzung ihrer Rechte.