Erstellt am 08.10.2018

Der Andere Gottesdienst

Halli, Hallo! Hier meldet sich wieder einmal euer Bibelentdecker!

Ja, ich weiß, es ist auch wieder einmal an der Zeit!
Ihr seid jetzt alle gespannt, ob ich dabei war??! Ich war natürlich dabei!!

Am 23.9.2018, um 18:00 Uhr, war es nämlich wieder soweit. Die neuen KU3 Kinder wurden vorgestellt. Die hatten sich teilweise richtig schick gemacht. Ein schönes Bild, wie sie alle vor dem Altar in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Oeventrop standen!
Aber wie immer fange ich besser von vorne an. Pünktlich um 18:00 Uhr begrüßte Pfrin. Claudia Schäfer die Gemeinde und vor allem die Kinder! Unter der Überschrift „ Wachsen wie ein Baum“, begann der Gottesdienst.
Jetzt fragt sich der Bibelenddecker natürlich „Was hat so ein Gottesdienst, wo doch die Kinder im Vordergrund stehen sollten, mit einem Baum zutun“?
Bäume sind doch nichts besonderes, die wachsen doch überall und sowieso hier bei uns im Sauerland. „Wachsen wie ein Baum?
Auch im ersten Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“, kommt in der 2. Strophe sofort ein Baum vor!
Als Pfrin. Schäfer die Kinder fragte, was alles zum gedeihen eines Baumes gehört, da wurde mir doch ein bisschen klarer, wie wertvoll so ein Baum doch auf unserer Erde ist.
Also zum wachsen und gedeihen eines kleinen Bäumchens gehört: Erde, Sonne, Wasser, Luft. Ein Baum hat Wurzeln, Blüten, Blätter und er trägt oft Früchte.
Plötzlich drehte Claudia Schäfer eine Tafel um, die ich bis da noch gar nicht gesehen hatte. Ein kahler Baum war aus Tonkarton ausgeschnitten worden und ließ seine Äste in den Himmel ragen!
Ja und nun? Wie sollte der Pappbaum (lustiges Wort) also wie sollte der Pappbaum denn blühen? Außerdem haben wir September, da sind höchstens Blätter und Früchte an den Bäumen. 

Ach ja ! Eines habe ich noch vergessen. Die Kid’s sagten auch noch, das Gott für das Wachsen eines Baumes zuständig ist. Gott hat unsere Erde gemacht und alles was auf ihr lebt. Ach jetzt fällt es mir, eurem Bibelentdecker auch wieder ein:

Gott schuf doch in 6 Tagen die Erde! Er schuf  Himmel und Erde, Tag und Nacht, Wasser und Land. Er schuf die Tiere und die Pflanzen und er schuf den Menschen! Jetzt weiß ich es wieder! Er schuf die Pflanzen. In diesem Fall die Bäume!

Jetzt aber zurück zum Gottesdienst der KU3 Kinder!

Dort wurde nun die Geschichte eines unbekannten Verfassers vorgelesen!

Verdorrt warum?

Das Bäumchen!

Am Rande eines Weges hatten Kinder ein Bäumchen gepflanzt. Es war zwar noch klein, aber es hatte schon seine Wurzeln ins Erdreich geschlagen und wurde größer.
Eines Tages ging ein Mädchen vorüber. Es riss ein Blättchen ab und warf es weg. „Wozu habe ich wohl dieses Blatt abgerissen?“ überlegte es. Aber bald war es mit seinen Gedanken schon wieder bei anderen Dingen!
Nicht lange danach kam ein Junge den Weg entlang, brach einen kleinen Zweig ab und dachte: „ Was macht das schon aus, solch ein Zweiglein? Es sind ja noch mehrere dran.“
Es dauerte eine Weile, da lief eine Ziege auf dem Weg daher. Sie knabberte an den Zweigen herum, fraß ein Stückchen Rinde ab und trabte weiter.
Nun fuhr ein Radfahrer den Weg entlang. Er wollte ein wenig ausruhen und lehnte sein Rad an das Bäumchen. Dabei schürfte er etwas von der Rinde ab.
Ein wenig später sparzierte ein großer Junge vorbei, der ein neues Taschenmesser bekommen hatte. „ Ob mein Messer wohl scharf genug ist?“
Gerade an unserem Bäumchen wollte er es ausprobieren. Mit einem Schnitt trennte er die Krone ab und war zufrieden, dass sein Messer schön scharf war.

Das Bäumchen verdorrte.

Eines Tages kamen die Kinder, die es gepflanzt hatten vorüber. „Seht nur, wie schade“ sagten sie, „Ob hier wohl keine Bäume wachsen können?“

Es war sehr still in der Kirche, als die Geschichte vorgetragen wurde. Auch danach saß so manches Kind, aber auch Erwachsener nachdenklich in der Kirchenbank.
Nachdem die Gemeinde das Lied „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land“, gesungen hatte, erzählte Pfrin. Schäfer noch einmal in ihrer kurzen Ansprache, was Gott für uns gemacht hat und das wir ihm jeden Tag danken können. Er hat ja auch die Menschen gemacht nach seinem Vorbild schuf er sie! Die Großen und die Kleinen. Ja die Kleinen ähhhm, ich meine, die Großen – Kleinen KU3 Kinder, hatten plötzlich alle schöne grüne Blätter und große rote Äpfel aus Tonkarton in den Händen.
Jetzt wurden die Kinder aufgerufen und durften endlich die Blätter an den Baum befestigen. Ach schade, ich dachte es würden auch die Äpfel folgen. Richtig! Die großen roten Äpfel wurden von den Oeventroper Kindern am Baum befestigt. Jeder einzelne Apfel und jedes Blatt war vorher mit einem Namen versehen worden!

Da gibt es jetzt ein Blatt, das Tim heißt.
Da gibt es jetzt ein Blatt, das nochmal Tim heißt. Unsere Blätter heißen:
Lynea, Amelia, Mira, Talea, Yves, Arthur, Sara, Amy, Eva, Pauline, Amelie, Tristan, Emely, Luise

Auf den schönen roten Äpfeln stehen Namen wie: Lukas, Nora, Nika, Emily, Olivia, Katharina und Claudia und Ingrid!

Ahhh, jetzt habe ich aber wieder viel gelernt. Bäume und Menschen sind Zeugen von Gottes Gegenwart!
Ich weiß, Gott gibt es!
Man muss nur sein Herz für ihn öffnen!

Bis zum nächsten Mal, sagt Tschüß euer Bibelenddecker !