KU 3 Abschlussgottesdienst 2019

Erstellt am 08.08.2019

Der Bibelentdecker ist ein wenig traurig. Warum, das werde ich euch gleich erzählen!

Am Sonntag, dem 7.Juli haben die Kinder des Konfirmandenunterrichts im 3. Schuljahr, kurz KU3 genannt, ihren Abschlussgottesdienst gefeiert.

Das war für euren Bibelentdecker wieder ein ganz tolles und lehrreiches Erlebnis. Aber, ich sagte ja schon, dass ich traurig war. Traurig, weil leider nicht alle Kinder dabei waren! Das fand ich sehr schade! Na gut! Was soll es. Viele waren ja gekommen, um den Gottesdienst miteinander zu feiern.

Schon wieder ist ein Jahr vergangen, indem die Kinder viel gelernt haben. Von Jesus haben sie gehört. Sein Leben verfolgt. Sie haben viel Spaß miteinander gehabt. Es wurde gebetet, gesungen, gebastelt und viel gelacht! Ich dachte nur, so tolle Kinder. Ich glaube an sie und möge Gott ihre Wege begleiten, heute und immer!

Ach, jetzt bin ich ein wenig in Gedanken gewesen. Also zurück zum Gottesdienst.

Nach einer richtig fröhlichen Begrüßung und der Eröffnung von Pfarrerin Claudia Schäfer, ging es auch gleich los.

Die Kids hatten nämlich auf Leinentaschen Bilder gemalt. So richtig super mit Stofffarben. Im letzten KU3 Unterricht hatte sich jedes Kind ein Bild ausgesucht mit der Überschrift: Gott ist für mich…? Die Kinder hatten dann einen coolen Satz zu ihrem Bild geschrieben. Dieser Satz wurde von jedem Kind im Gottesdienst vorgelesen. Ich sage euch, aber das Beste waren die Taschen! Das ausgesuchte Bild erschien plötzlich auf den Leinentaschen.

Boahh! Da haben aber alle gestaunt!

Da gab es Bilder mit Tieren, einem großen Herzen, einer Burg, sogar Bodyguards waren dabei! Gott ist für mich, wie eine Burg, jeder hat dort Schutz! Das ist nur ein Gedanke, der sich auf den Taschen wiederfand.

Ich war beeindruckt, wie viele supertolle Gedanken sich die Kinder zum Thema, Gott ist für mich…, gemacht hatten.

Ach ja, beinahe hätte ich die Plakate vergessen. Zwei Plakate, die in verschiedenen Bildern den Kindern Jesus nahe gebracht haben. Das Brot und der Kelch sind das Wichtigste im Leben und Sterben von Jesus.

Nachdem die Lektorin die Geschichte von der Brotvermehrung Joh.6,1-15, vorgelesen hatte, gab es danach eine ganz besondere Predigt.

 

Hier ein kurzer Auszug aus der Dialogpredigt Pfarrerin Claudia Schäfer und Ingrid Fürstenberg

Das Brot des Lebens

Claudia:         Ingrid, das kannst du doch nicht machen. Einfach so den Rest deines Brotes wegwerfen. Du weist wohl gar nicht, wie wertvoll das Brot ist.

Ingrid             Wertvoll? Glaubst du denn, dass das noch jemand gegessen hätte, wo ich schon abgebissen habe?

Claudia          Nein, aber du hättest es einpacken können und weiteressen, wenn du wieder Hunger gehabt hättest. Brot ist einfach etwas sehr Kostbares. Mit dem Brot sollte man wertschätzend umgehen und nicht einfach wegwerfen. Immer, wenn ich sehe, dass Menschen Brot wegwerfen, muss ich daran denken, dass andere Menschen auf der Welt zu wenig Brot haben und hungern müssen.

Ingrid             Soll ich etwas den Brotrest nach Afrika schicken. Das hilft doch auch keinem. Wenn der da ankommt, ist das Brot schimmelig.

Claudia          Nein, du musst das ganze anders sehen: Es gibt die Organisation „Brot für die Welt“. Die setzt sich dafür ein, dass Nahrungsmittel gerechter auf der Welt verteilt werden, damit alle satt werden können. Für viele Projekte braucht „Brot für die Welt“ Geld. Du könntest dir also überlegen, ob du für jeden Brotrest, denn du wegschmeißen musst 1 € spendest. Oder du kaufst weniger Brot, damit nichts übrigbleibt und spendest den Betrag, der dann über bleibt.

 Claudia         Das Brot kann zum Zeichen für alles werden, was wir zum Leben brauchen. Martin Luther hat das beschrieben in seinen Erklärungen zu den Bitten des Vater Unsers. Da heißt es ja an einer Stelle: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Und schau her im Gesangbuch können wir das nachlesen. (zeigt die s. 1320 im EG)            Ja Brot im umfassenden Sinn – so wie Jesus es meinte – macht nicht nur 5000 Menschen satt, sondern gibt ihnen auch das Gefühl von einer Teilhabe an Gottes Ewigkeit – Himmelsbrot eben.

 Ingrid            Das alles steckt in einem Bissen Brot? Das hätte ich nicht gedacht. (sie sammelt den Brotrest wieder auf und tut ihn in eine Dose). Ich kann das jetzt nicht mehr einfach so hier liegen lassen. Essen kann das zwar auch keiner mehr, aber auf dem Bauernhof kann ich es noch den Tieren geben. Dann erfüllt es noch einen Zweck. Schließlich ist auch dieser Rest eine Gabe Gottes, die man nicht achtlos wegwerfen kann. Das habe ich heute gelernt.

Für mich, den Bibelentdecker, war das echt eine aufregende und sehr lehrreiche Erfahrung. Die Kids waren aber danach auch schon ungeduldig und wollten endlich ihre Abschlussurkunden in den Händen halten. Die bekamen sie natürlich auch. Es war schon schön an zu sehen, wie die Kleinen mit ernsten Gesichtern ihre Urkunden entgegennahmen.

Mit dem Heiligen Abendmahl für alle und dem Segen Gottes endete der Abschlussgottesdienst der KU3 Kinder 2019. Ich grüße euch und bin in Gedanken bei euch, wie Jesus jeden Tag in eurer unmittelbaren Nähe ist!

Euer Bibelentdecker