Erntedankgottesdienst in den Bürgergärten

Erstellt am 07.10.2020

Trotz dunkler Wolken, Wind und Nieselregen fanden sich am Erntedanksonntag ziemlich viele Menschen in den Bürgergärten in Arnsberg ein, um dem Open-Air-Gottesdienst beizuwohnen.

Pfarrerin Claudia Schäfer und Pfarrer Wolfram Sievert hatten gleich mehrere Gründe, um Danke zu sagen. Danke an Gott, der auch an diesem Sonntag unter uns war!

Das erste Lied, begleitet von Pfarrer Sievert auf der Gitarre, lautete zur Einstimmung auf das Erntedankfest: „Wir pflügen und wir streuen“.

In der Predigt von Pfarrerin Schäfer ging es um Brot genauer gesagt, um süße Rosinenbrötchen, Schwarzbrot und einen faustgroßen Stein.

Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? 

Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?

Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! (Mt7,9-11)

Es ging um gute, reiche, fröhliche Zeiten. Da gibt es auch manchmal Rosinenbrötchen und Pfannkuchen. In den schweren, kargen, traurigen Zeiten muss man oft steinhartes Schwarzbrot zerbeißen, um einigermaßen satt zu werden. Es ging darum, wie es in unserem Leben ist. War das so wie es da in der Bergpredigt steht? Um was haben wir gebeten?

In der Hoffnung auf das tägliche Brot denken wir nicht nur an unseren Hunger. Wir beten zu Gott, dass alle Menschen genug Brot, manchmal Rosinenbrötchen und wenig steinhartes Brot bekommen.

Dann war da noch der Stein! Die sehr schweren Zeiten, die wie ein faustgroßer Stein im Magen liegen. Gott ich bitte dich: Lass diesen Stein erweichen und führe alle Menschen in gute und gesunde, friedliche Zeiten! Danke dafür! (Zusammenfassung der Predigt)

Nach der Predigt stimmte die Gemeinde das Lied „Laudato si“ an. Wieder einmal war es schön, im Gottesdienst singen zu dürfen!

In geschlossenen Räumen ist das Singen im Moment wegen der Corona Pandemie ja nicht gestattet. Das Infektionsrisiko wäre viel zu hoch!

Auch trotz des ungemütlichen Wetters wurde von Pfarrer Sievert dann die Taufe des kleinen Mädchens vollzogen. Ein kleiner Mensch ist an diesem Erntedankfest in die christliche Familie aufgenommen worden. Danke Gott!

Jetzt kam ein wenig Unruhe in den Gottesdienst. Über 20 neue Konfis wurden nach vorne gebeten, um sich vorzustellen. Nach Geburtsdatum stellten sich die Jugendlichen in einer langen Reihe vor dem Altar auf und nannten ihre Namen. Pfarrer Sievert brachte es auf den Punkt. Er sagte: „Da steht die Zukunft unserer Gemeinde“!

Danke Gott!

Drei sehr wichtige Themen, die in diesem Gottesdienst zu Einem zusammengewachsen sind.

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Mit dem Segen Gottes zerstreute sich die Gemeinde und der Gottesdienst an diesem ersten herbstlichen Sonntag ging zu ende.

Die Kollekte war bestimmt für „Brot für die Welt“.

Die Brotbackaktion mit den Konfis musste aus hygienischen Gründen, wegen Corona ausfallen. Darum bekamen alle Konfirmandinnnen und Konfirmanden ein Tütchen Hefe. Schön wäre es, wenn jeder zuhause ein Brot backen würden. Diese Brote würden dann am 1.Advent, im Gottesdienst, zu Gunsten von „Brot für die Welt“ verkauft.

Wie immer an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes beigetragen haben.

Text und Bild: Ingrid Fürstenberg