Wettbewerbssieger steht fest.

Erstellt am 08.06.2017

Arnsberg. Das Architekturbüro Soan Boländer. Hülsmann aus Bochum hat den Architektenwettbewerb um die Integration von Gemeinderäumen in die Auferstehungskirche gewonnen. In Arnsberg sind sie bekannt, haben sie doch vor Jahren das Kloster Wedinghausen umgestaltet. Drei Rahmenbedingungen hatte das Presbyterium benannt bzw. sind aus baurechtlichen Gründen gesetzt: Die Grenzabstände des eng bebauten Außenraums müssen bei der Erweiterung des Gebäudes gewahrt bleiben; die Bausumme darf 750.000 Euro nicht überschreiten; das klassizistische Denkmal soll als solches respektiert und neu interpretiert werden.

Die unabhängige Jury hat die anonymen Vorschläge von fünf Bewerbern geprüft. Sie kam zu dem Ergebnis: Der Erstplatzierte hat die Aufgabe am besten gelöst. Pfarrer Johannes Böhnke, der mit seiner Kollegin Claudia Schäfer und zwei weiteren Gemeindegliedern der 10-köpfigen Jury angehörte, ist von dem Entwurf überzeugt. Der ursprüngliche Grundriss, das gleichschenklige griechische Kreuz, wird wieder hergestellt, indem die Orgelempore, die aktuell nach hinten versetzt ist, nach vorne geholt und in der Form den beiden anderen Seitenemporen angeglichen wird. Der bisher nur Wenigen bekannte schön gestaltete Garten ist in das Konzept einbezogen. Zu ihm führt ein beschrifteter Eingang um die Kirche herum bis zur barrierefreien Bauerweiterung hinter der Kirche:  einem modernen zweistöckigen Anbau mit Untergeschoß. Ein Aufzug verbindet die Etagen. Im Erdgeschoss sorgen ein helles Foyer und ein Gemeindesaal für Gastfreundlichkeit. Im Obergeschoß trennt eine Wand die Orgel vom Jugendraum und der Küche ab. Das Untergeschoß ist vorgesehen für Toiletten und Abstellräume.

Am Sonntag, 11. Juni erläutert nach dem Gottesdienst  der Architekt Dirk Boländer auf einer Gemeindeversammlung um 11.00 Uhr den Entwurf. „Er ist am Gespräch mit der Gemeinde interessiert“, weiß Böhnke, denn der Architekt habe sich in ersten Gesprächen sehr offen für die Wünsche und Bedürfnisse der Gemeinde gezeigt. Presbyterium, Pfarrteam und Gemeinde arbeiten im Entwicklungsprozess eng zusammen. Drei Jahre haben sie sich genommen, um gemeinsam zu erheben, was in einer zentralen Kirche mit Gemeinderäumen in der Innerstadt Arnsbergs an Räumen vorzuhalten ist. „Jetzt sind wir wieder sprechende Gemeinde“, stellt Böhnke fest. Vom 11. - 24. Juni hängen die Baupläne in der Auferstehungskirche. Sie sind zu den Öffnungszeiten allen zugänglich. Man kann darüber diskutieren, Fotos machen, Rückfragen und eigene Gedanken sammeln. Die sollen am 25.Juni in einer Gemeindeversammlung eingebracht werden. Der Architekt wird nicht anwesend sein, eine sachkundige Moderatorin ist aber mit Frau Dipl-Ing. Brunhilde S. Meier gefunden, die die Gemeinde während des ganzen Entscheidungsprozesses begleitet hat. Böhnke rechnet mit Anfragen, die sich auf die Anordnung der Räume, aber auch auf die technische und finanzielle Umsetzung des Entwurfs beziehen. Eine finanzielle Sorge haben Wolfram Runge und Walter May, Vorsitzender und Geschäftsführer des inzwischen aufgelösten Fördervereins der Erlöserkirche, dem Presbyterium schon abgenommen: Mit dem Vermögen des inzwischen aufgelösten Vereins kann eine neue elektroakustische Anlage finanziert werden. Pressesprecher Wolfgang Ploog versteht diese Aktion auch als Zustimmung zum offenen Planungsprozess:  „Wir haben die Gemeinde immer mit ins Boot genommen.“ Er ist überzeugt: „Wenn das Gebäude fertig gestellt ist, wird die Gemeinde sich damit anfreunden.“ Öffnungszeiten: Mittwoch – Samstag: 10-12 und Mittwoch, Freitag, Sonntag 15-17 Uhr

Text und Bilder: KKB