Mit dem Zug durch die Kirche

Erstellt am 28.11.2017

Hallo Leute!

Heute meldet sich euer Bibelentdecker von einem wundersamen Abenteuer!

Das hättet ihr erleben sollen!

Ach ihr wart dabei? Ich weiß aber, dass noch viel, viel mehr Kinder dabei sein wollten. Nun ja, es war Sonntag und außerdem sind Ferien. Ok, wir die dabei waren, hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß!!

Ich mach es nicht mehr zu spannend und erzähle euch, in was für ein tolles Abenteuer ich geraten bin.

Stellt euch mal vor! Es fuhr ein Zug durch die Auferstehungskirche am Neumarkt! Das glaubt ihr alle nicht? Euer Bibelentdecker war dabei!

Plötzlich erschall durch die Kirche ein Zugsignal, Rauch stieg auf und Bohra und Bohris die beiden Holzwürmer, luden die Gemeinde ein, mit zu fahren im Kirchenjahrexpress. Mit Volldampf startete der Zug und hielt an?  ….., am 1. Advent .Da beginnt das Kirchenjahr.

Bohra zündete die vier Kerzen am Adventskranz an und schon ging es weiter auf Weihnachten zu.

Aber, als Bohra am Adventskalender, das letzte Türchen öffnen wollte, konnte sie es erst gar nicht glauben. Ohhh, wie peinlich!! Der Schokoladenkalender war leer, ganz leer!!Alle Türchen waren schon geöffnet worden und die Schokis waren nicht mehr drin. Unser Holzwurmmädchen Bohra drehte sich um, wollte gerade einen Verdacht aussprechen, aber da war der mutmaßliche Täter schon auf der Flucht. Später gestand Bohris dann doch, dass er es war der den Adventskalender geplündert hatte. Das durfte ja nicht wahr sein!

Dafür stiegen kurz darauf, also am 6.Januar die heiligen drei Könige aus dem Zug aus. Das gestaltete sich als etwas schwierig, denn Kalle das Kamel wurde mit ausgeladen! Drei kleine Könige samt Kalle trabten dann munter einmal durch die Kirche. Wenn Kalle auch nur ein Plüschkamel war und die Könige noch ein wenig wachsen müssen, nahmen die Kinder ihre Rolle als die heiligen drei Könige sehr ernst.

Die Zeit drängte, der Fahrplan musste eingehalten werden und schon fuhr unser Kirchenjahrexpress, immer wieder begleitet von Gesang und Mitmachaktionen für alle auch für die Großen, weiter durch das Kirchenjahr.

Im Frühling hielt der Zug natürlich bei Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag. Am Osterfeiertag hatte unser Zug eine kleine Pause. Bohra und Bohris erzählten von dem, was an Ostern passiert war. Der Zug fuhr dann weiter zu Himmelfahrt und Pfingsten, die nicht vergessen werden wollten.

Im Verlauf des Sommers hielt der Zug noch ein paarmal kurz an um zu sehen, wie Gott alles so schön wachsen lässt. Es ist warm und Gott lässt in dieser Zeit die Früchte heranreifen!

Schon nahm der Kirchenjahrexpress wieder begleitet von Musik und Gesang Fahrt auf und hielt beim Erntedankfest an. Bohra zauberte aus einem großen Korb Früchte und Gemüse hervor.

Die Kinder und sogar die großen Konfirmanden, stellten der Gemeinde das Obst und Gemüse vor.

Schnell ging es danach weiter zum nächsten großen Bahnhof. Dort erzählte uns Holzwurm Bohris von einem Martin Luther, der schon vor echt langer Zeit geboren wurde. Martin Luther wollte eigentlich nur auf große Irrtümer und Misstände in der Kirche hinweisen. Aber es kam ganz anders. Bohris erzählte und erzählte. Er berichtete uns wie der Martin damals gelebt hat und das er durch seine 95 Thesen an der Kirchentür zu Wittenberg die Welt veränderte. Das mit den Thesen ist jetzt 500 Jahre her. Cool, dass die Leute das alles noch genau wissen. Bestimmt aber nicht alle!

In diesem Jahr, feiern wir also den Reformationstag ganz besonders!

Nicht nur lustige Lieder und Geschichten waren im Kirchenjahrexpress mit auf großer Fahrt. In seinen Wagons führte er wie wir von Bohris gehört hatten auch Besinnliches und ein wenig Trauriges mit sich.

Der nächste Halt war der Bus-und Bettag. Viele Menschen beten an diesem Tag für die Verstorbenen. Beten für Frieden auf der Welt.

Nun ging das Jahr mit dem letzten Sonntag dem Ewigkeitssonntag oder Totensonntag dem Ende zu. Mit dem uns schon vertrauten Signal, hielt der Kirchenjahrexpress ein letztes Mal an.

Gabi und Amadeus Eidner, alias Bohra und Bohris die Holzwürmer, erklärten uns was der Ewigkeitssonntag eigentlich sein soll, der letzte  Sonntag im Kirchenjahr. Ach, da wurde ich doch ein wenig traurig. Man ist an diesem Tag ein wenig stiller als sonst. Viele Menschen gehen auf den Friedhof und legen Blumen auf das Grab ihrer lieben Verstorbenen.

Ja der Kirchenjahrexpress hatte es schon in sich! Ich glaube, dass die Gemeinde ihn so schnell nicht vergessen wird.

Nach der abenteuerlichen Fahrt durch das Kirchenjahr, gab es für alle heiße Würstchen und Brötchen!

Ach ja, ich wollte noch Dankeschön sagen, dass hätte ich jetzt fast vergessen. Also Danke an die Liedermacher aus Chemnitz, Gabi und Amadeus Eidner (Bohra und Bohris). Die haben nämlich dieses Singspiel extra zum Lutherjahr geschrieben und inszeniert.

Danke auch an die Erzieherinnen und die Kinder vom Martin Luther Kindergarten für ihr eifriges helfen, an diesem Sonntagvormittag.

Danke auch an unsere Pfarrerin Claudia Schäfer, bei der wieder einmal alle Fäden zusammenliefen. Danke dafür.

Bis zum nächsten Mal.

Euer Bibelentdecker   

 

Text :Ingrid Fürstenberg