Der Weg zur Konfirmation

Ein neues Modell zur Konfirmandenarbeit wurde 2013 in unserer Kirchengemeinde eingeführt. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend:

  1. Der zweigeteilte Konfirmandenunterricht (Konfi3/8) wurde nach der Erprobungszeit positiver erlebt und beurteilt.
  2. Die veränderte Zeitstruktur im  Schulalltag der jungen Menschen sprach für die Durchführung mehrerer Freizeiten im Konfi8 statt eines wöchentlichen Unterrichts

So besteht die Konfizeit nun für alle jungen Menschen unserer Gemeinde aus zwei Phasen: Im 3. Schulbesuchsjahr nehmen die 8-9jährigen Kinder am vorgezogenen Unterrichtsjahr (=Konfi3) teil. Im 8. Schulbesuchsjahr bereiten sich die 13-14jährigen Jugendlichen auf die Konfirmation vor (=Konfi8). Für die Zeit zwischen KU3 und KU8 hält die Kirchengemeinde Brückenangebote vor, zu denen die Konfirmanden/ Konfirmationsfamilien eingeladen werden. Im Blick auf Neuzugezogene, die den Konfi3 nicht gehabt haben und nicht mehr nachholen können, wird nach der Umstellungsphase, also ab 2017, die Kooperation mit einer Nachbargemeinde gesucht. Mit diesem neuen KA-Modell will unsere Kirchengemeinde den Kontakt zu den Konfirmanden/innen und ihren Familien über einen längeren Zeitraum aufbauen und halten und damit im Sinne der Hauptvorlage „Familien heute“ eine kontinuierliche Begleitung leisten, die sich dann auch noch nach der Konfirmation auswirkt, weil sie eng mit der Jugendarbeit vernetzt ist. Denn nach der Konfirmation besteht die Möglichkeit, sich in dem Start-UP-Kurs fit machen zu lassen für eine Mitarbeit als Teamer in der Konfiarbeit, im Kindergottesdienst, im Jugendtreff oder auch in der Jungschararbeit des CVJM.

 

Konfi3 – das vorgezogene,erste Konfirmandenjahr

Im vorgezogenen Konfirmandenjahr werden die Konfi3-Kinder im 14-tägigen Rhythmus unterrichtet. Sie beschäftigen sich mit folgenden Themen: Taufe, Abendmahl, Jesus, Gebet, Kirchenjahr. Im Laufe des Konfi3-Jahres werden mit der Gruppe und mit Unterstützung der Eltern Familiengottesdienste vorbereitet und durchgeführt. Zu Weihnachten und zu Ostern werden Anspiele einstudiert. Im Gottesdienst mit Abendmahl am letzten Sonntag vor den Ferien bekommen die Konfi3-Kinder eine Urkunde über die Teilnahme am Konfi3-Jahr. So werden die Konfi3-Kinder mit den Traditionen und Festen des Kirchenjahres vertraut. Die Eltern erhalten die Möglichkeit, mit ihren Kindern gemeinsam Gottesdienst zu feiern, Kirchcafé oder Frühstück schaffen die Möglichkeit, mit anderen Gemeindegliedern in Kontakt zu kommen. Der Besuch des Kindergottesdienstes und der Kinderbibeltage, bzw. Kinderbibelwoche ist erwünscht, ebenso die Teilnahme an den Freizeiten des CVJM und der Jungschararbeit.

 

Konfi8 – das 2. Konfirmandenjahr

Im 2. Konfirmandenjahr bearbeiten die Jugendlichen schwerpunktmäßig auf drei großen Freizeiten  die Themen Gebote, Glaubensbekenntnis und Schöpfung, außerdem führen sie ein  Diakonieprojekt durch und beschäftigen sich an Blocktagen mit der eigenen Gemeinde, mit dem Thema Tod und Sterben und mit der Bedeutung der Konfirmation. Auf diese Weise  wachsen die Konfirmanden/innen schneller zu einer Gruppe zusammen. Sie behalten erfahrungsgemäß die Konfirmandenzeit durch einen erlebnisorientierten Unterricht positiver in Erinnerung. Kreatives Arbeiten, Spiele, gemeinsames Essen und Gespräche bereichern den Gruppenprozess und stärken das Verhältnis der Konfirmanden/innen untereinander und mit den Unterrichtenden. Die Themen des Rahmenplans werden so aufgearbeitet, dass sie zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen beitragen und ihnen Werte vermitteln, die ihnen Orientierung für ihr Handeln geben und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken. In der Auseinandersetzung mit Personen christlicher Tradition entdecken sie Möglichkeiten, wie man als Christ seinen Lebensweg gehen kann. In der Durchführung von Projekten werden eigenverantwortliches Planen, kreative Umsetzung gelernter Inhalte, Begegnung mit Menschen unserer Gemeinde und gottesdienstliches Erleben miteinander verknüpft und tragen so zu einer wechselseitigen Belebung der Gemeindearbeit und der Konfirmandenarbeit bei. Konfirmanden/innen lernen und leben auf Freizeiten intensiver und konzentrierter, und gleichzeitig halten sie durch Gottesdienste und Projekte Kontakt zur Gemeinde. Damit erhalten sie die Möglichkeit einerseits in den Glauben und andererseits in das Gemeindeleben hineinzuwachsen.

Jedes Konfi8-Jahr baut sich wie folgt auf:

  1. Eine Fahrradtour an einem Samstag durch die Gemeinde, um die Orte unseres Gemeindelebens kennenzulernen.
  2. Die Teilnahme am Konficamp des Kirchenkreises (1. Septemberwochenende)
  3. Eine 6 tägige Freizeit auf dem Kirchberghof in Warburg (2. Herbstferienwoche) zu den 10 Geboten
  4. Ein Blocktag im November zum Thema Sterben und Tod mit dem Besuch des Friedhofs und eines Bestatters.
  5. Die selbständige Durchführung des Diakonieprojektes „Ich schenke einem Menschen eine Stunde Zeit“ im Dezember
  6. Ein Blocktag zur Vorbereitung der Konfirmation im Februar
  7. Eine 4 tägige Freizeit auf dem Kirchberghof in Warburg (im März) zum Glaubensbekenntnis

 

Lutherjahr 2017